Blut rettet Leben. Wenn es rechtzeitig ankommt.
Sanguis verbindet Kliniken, Labore und Blutbanken: von der Anforderung bis zur dokumentierten Lieferung.

- Anforderung freigegeben2 Erythrozytenkonzentrate, 0 negativvor 4 Min
- Transport gestartetKühlkette aktiv, Ankunft 14:20vor 1 Min
- Übergabe dokumentiertStation K12, Protokoll vollständiggerade eben
Im Pilotbetrieb mit Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen
Jede Konserve zählt. Trotzdem gehen unterwegs Zeit und Blutprodukte verloren.
In der Klinik kostet die Abstimmung per Telefon und Fax Zeit. Bundesweit verfallen jedes Jahr Zehntausende Blutprodukte, bevor sie eingesetzt werden. Sanguis setzt an beiden Stellen an: weniger Abstimmung, mehr Überblick über Bestand und Verfall.
30 %
der Zeit bis zur Station gehen für Telefonate, Faxe und Rückfragen drauf
verfallen
140.703
Erythrozytenkonzentrate verfielen in Kliniken oder wurden verworfen
20236,85 %
2024
6,85 %
der Thrombozytenkonzentrate verfallen, ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr
Quellen: Erhebung in den Pilothäusern, Vorbereitungsphase Digi-Blood 2026. Paul-Ehrlich-Institut, Bericht zur Versorgung mit Blut und Blutprodukten 2024, S. 12-15; Anteile bezogen auf transfundierte Einheiten.
Vier Module, ein durchgängiger Prozess
Die Module greifen ineinander, lassen sich aber einzeln einführen, passend zum Digitalisierungsstand der Einrichtung.
Anforderung
LivePatient, Station, Blutgruppe und Produkte in einem Vorgang. Plausibilitätsprüfung vor dem Absenden. Vitalindikation als eigener, dokumentierter Weg.
Matching
LiveAB0 und Rhesus-Faktor D werden gemeinsam bewertet, Sonderfälle wie Kell, Kidd und Duffy folgen. Vorschläge nach Verträglichkeit, Distanz und Verfallsdatum. Die Freigabe bleibt bei der Transfusionsmedizin.
Logistik
LiveAbhol- und Lieferfenster inklusive Notfallweg mit Sondersignal. Tracking-Link mit Karte und voraussichtlicher Ankunft, Kühlkette und Übergabe werden protokolliert.
Bestand
In AufbauBestände kommen stündlich per gesichertem Export aus dem Laborsystem, ohne Eingriff ins KIS. Die Übersicht je Produkt und Blutgruppe ist in Aufbau.
Wie eine Anforderung durch Sanguis läuft
Fünf Stationen für einen durchgehenden Datensatz. Kein Medienbruch, keine Doppelerfassung.
Beispiel: ANF-2026-0847 · Station 4B · 2× EK 0 RhD−
Zwei Seiten, ein System
Kliniken fordern an, Blutbanken und Labore liefern Bestand und Konserven. Die Sanguis-Disposition verbindet beide Seiten und organisiert den Transport.
Live produktiv nutzbar · In Aufbau, Daten fließen bereits
| Funktion | Kliniken | Blutbanken & Labore | Sanguis-Disposition |
|---|---|---|---|
Blutprodukte anfordern in unter zwei Minuten, geführt und geprüft Live | |||
Notfallweg mit Vitalindikation und Sondersignal Live | |||
Matching nach Blutgruppe und Verfügbarkeit Live | |||
Transport mit Live-Tracking und voraussichtlicher Ankunft Live | |||
Verfallsdaten priorisiert, weniger Verwurf Live | |||
Auswertbare Historie für Audits und Jahresbericht Live | |||
Bestandsübersicht je Produkt und Blutgruppe In Aufbau |
Digi-Blood: Nordrhein-Westfalen, ab April 2026
Gemeinsam mit Kliniken und Blutspendeeinrichtungen erproben wir den digitalen Anforderungsprozess im Regelbetrieb: mit echten Fällen, echtem Bestand und echter Logistik. Der Pilot ist bewusst klein geschnitten: eine Region, ein klar abgegrenzter Prozess, messbare Ergebnisse.
Sie betreiben eine Klinik, Blutbank oder Forschungseinrichtung?
Nehmen Sie am Digi-Blood Pilotnetzwerk teil oder lassen Sie sich die Plattform in 30 Minuten zeigen.
Wir suchen 3 Personen in Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung.
Offene Stellen ansehenWas Ihre IT, Ihr QM und Ihre Transfusionsmedizin wissen wollen
Weitere Fragen klären wir im technischen Vorgespräch, gern mit Ihrer IT und Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Welche Angaben macht die Station bei einer Anforderung?
Erfasst werden Fall- bzw. Patientennummer als Pseudonym, Station, anfordernde Ärztin oder anfordernder Arzt und eine Rückrufnummer. Dazu kommen AB0, RhD und optional das erweiterte Antigenprofil (Rh-Formel, Kell, Kidd, Duffy), Produkte mit Mengen und Lieferterminen sowie die Dringlichkeit. Namen oder Geburtsdaten werden nicht abgefragt.
Wie wird Sanguis an unser KIS und unsere Laborsysteme angebunden?
Fallnummer und Stammdaten kommen aus dem KIS. Für Klinik- und Laborsysteme arbeiten wir mit FHIR sowie den Schnittstellen von Swisslab und Nexus. Bestandsdaten liefert Ihr Laborsystem stündlich über einen gesicherten VPN-Tunnel.
Wer entscheidet über die Verträglichkeit?
Sanguis schlägt passende Einheiten vor und begründet den Vorschlag. Die abgebende Klinik gibt die Einheiten frei, das empfangende Labor führt die Kreuzprobe durch und entscheidet. Ausnahmen bleiben ärztliche Entscheidungen.
Wie läuft eine Anforderung im Notfall?
Sie wählen die Priorität Vitalindikation. Bei unbekannter Blutgruppe fordert der Notfallschalter 0 negativ an. Eine Lieferung ohne Kreuzprobe direkt auf Station ist nur bei vitaler Indikation wählbar und wird mit einem Hinweis auf die ärztliche Verantwortung angezeigt. Der Transport fährt dann mit Sondersignal.
Wie gelangen Bestandsdaten zu Sanguis?
Ein Dienst auf einem eigenen Gateway holt den Export über den VPN-Tunnel ab und überträgt ihn verschlüsselt, mit klinikeigenem Schlüssel und Prüfsumme. Erst nach bestätigtem Empfang wird die Datei in Ihrer Freigabe gelöscht. Bleibt ein Export aus, löst das eine Warnung aus.
Wo laufen die Systeme?
Hosting und Datenverarbeitung erfolgen ausschließlich in Deutschland. Das VPN-Gateway läuft bei Hetzner in Falkenstein, baut die Verbindungen selbst auf, und die öffentlichen Webserver haben keinen Zugang zu Ihrem Netz.
Wie verfolgen wir einen Transport?
Nimmt Sanguis den Auftrag an, erhalten Sie einen Tracking-Link mit Karte, aktueller Position und voraussichtlicher Ankunft. Die Seite zeigt keine Patientendaten.
Was ist nachträglich nachvollziehbar?
Jeder Schritt ist rückverfolgbar, vom Anforderer bis zur Ausgabe an die Station, und auswertbar für Audits und den Jahresbericht. Entscheidungen der Sanguis-Disposition werden mit Person und Zeitpunkt protokolliert.
Wie sind die Zugänge geschützt?
Sanguis legt die Zugänge je Klinik an. Sitzungen laufen nach acht Stunden ab, Anmeldeversuche werden gedrosselt, und ein deaktiviertes Konto ist sofort gesperrt.